Aktuelle Entwicklungen

Wir haben die Fortschritte rund um das Thema LKW-Transit auf dieser Seite rückwärts-chronologisch geordnet. Das heißt ganz oben findet ihr die neuesten Entwicklungen.

Wir freuen uns, dass sich rund um die Problematik nun schon einiges bewegt hat. Bis zu einer nachhaltigen und langfristigen Lösung ist es aber noch ein weiter weg! Wir bleiben dran!


Umweltfrühstück und Lokalaugenschein

Am 3. November 2021 luden wir zu einem Umweltfrühstück inklusive Lokalaugenschein nach Dobersberg. Die lokale Presse berichtete ausführlich:

Bezirksblätter vom 17.11.2021
NÖN vom 10.11.2021

Fachgespräch über den Transitverkehr mit Vertretern des Landes NÖ

Am 21. September 2021 fand in Waidhofen/Thaya eine Besprechung mit Herrn Noe, Kabinettchef vom LR Schleritzko, und Herrn DI Mayrhofer vom Land NÖ statt. Thema war die Verkehrssituation im oberen Waldviertel. Auf Vermittlung des Herrn ÖR Kainz fanden sich Frau BGM Töpfl aus Vitis, Herr Dr.Dr. Baum vom Verkehrsforum, Herr DI Dr. Schneider und Mag. Dorfinger von der Petition Transitstopp-Waldviertel ein.

Es war ein fachliches Gespräch, in dem auf lange Sicht die Verlagerung insbesondere des Holzschwerverkehrs auf die Schiene ins Auge gefasst worden ist. Dazu braucht es Berechnungen, Umladebahnhöfe etc… Mag. Dorfinger von Transitstopp-Waldviertel.at wies auf die gegenwärtige Situation der Menschen hin, die an neuralgischen Punkten dieser Einfallsroute wohnen. Verkehr und Mensch – so sollte es gewährleistet sein – müssten in einer lebbaren Balance miteinander existieren können.

Seitens des Landes wird angeboten, dass in bestimmten Bereichen eine Beschränkung auf 30 km/h möglich wäre, ebenso Straßenteiler an den Ortseinfahrten. An manchen Routen im Bezirk Gmünd stehen bereits Radargeräte.

Unser Kommentar dazu:

Der Gemeinderat mancher betroffenen Orte ist anscheinend aus nicht nachvollziehbaren Gründen gegen solche Maßnahmen. Wo diese Möglichkeiten nicht ergriffen werden, muss es von selbst zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen kommen. Der Verkehr verhält sich wie das Wasser: Auch der Schwerverkehr sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes.

Daher der Aufruf an alle gewählten Gemeinderäte, sich auf die Seite ihrer Wähler zu stellen und nicht auf die Seite von Frächtern, die ihren Fuhrpark zum Teil im Ausland angemeldet haben, in den Ortschaften die Straßen ruinieren, sodass diese nur mehr einem rumpelten Fleckerlteppich gleichen, und die die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung gefährden. Die Politik – in diesem Fall besonders die Gemeinderäte – haben persönlich dafür Verantwortung zu übernehmen.

24. Juni 2021: Ein weitere „Runder Tisch“ fixiert die verbindliche Vereinbarung zumindest Nachts auf Holztransporte zu verzichten.

„Die Holz-Transporteure und die wichtigsten Betriebe der Säge-Industrie haben sich grundsätzlich bereit erklärt, die Bevölkerung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr früh von den nächtlichen Holztransporten zu entlasten. Die Sägeindustrie wird mit den inländischen und ausländischen Holz-Transporteuren verbindlich vereinbaren, dass sie mit ihren Holztransporten die Grenzübergänge mit Tschechien nicht nach 22 Uhr und nicht vor 5 Uhr früh passieren werden. Diese Vereinbarung soll bis Mitte Juli 2021 wirksam werden.“

Christian Moser, Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer

LR Schleritzko will am Thema „Transport auf der Schiene“ dranbleiben. Ministerin Leonore Gewessler kündigt Gespräche mit der tschechischen Republik an.

Grüne Landtagsabgeordnete Silvia Moser fordert via parlamentarischer Anfrage die Veröffentlichung der Ergebnisse aus einer Ende Mai fertig gestellten Studie des Landes zu den Holztransporten. Es sei unklar, wo sich die Zielorte der Transporte befinden, ob es sich um Holz für das Waldviertel handelt oder reines Transitholz ist.

Ende Mai 2021: BR Eduard Köck (ÖVP) schlägt als Obmann des Zukunftsraums Thayaland eine Verlagerung auf die Schiene vor. Das Holz könne per Bahn zB. nach Vitis gelanden und erst dort auf LKW verladen werden. Auch die Grünen schließen sich diesem Vorschlag an!

26.Mai 2021: Bei einem weiteren „Runden Tisch“ werden Maßnahmen beschlossen:

  • Gespräche mit Frächtern zur Freiwilligen Maßnahmen wie Nachfahrverbot
  • Finanzielle Unterstützung der Gemeinde für Bauliche Maßnahmen wie Fahrbahnteiler und Fahrbahnreparaturen
  • Schwerverkehrskontrollen
  • Gemeinden können Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h erlassen, wenn erwünscht

All das sind kurzfristige, kosmetische Maßnahmen. Kein Wort zu den Themen Gesundheit, Lebensqualität und langfristigen Verkehrskonzepten!

Die Presse berichtet inzwischen verstärkt zum Thema, es finden sich Artikel in NÖN, Bezirksblättern und der Krone!

Mitte März 2021: Es kommt zu einem ersten „Runden Tisch“, initiiert von Landesrat Ludwig Schleritzko mit VertreterInnen von Gemeinden, Wirtschaft und Verwaltung.

8. März 2021: Besprechung mit dem Herrn Bürgermeister der Gemeinde Dobersberg Martin Kößner: Zu Beginn wurde von unserer Seite Freude zum Ausdruck gebracht, dass Herr Kößner gemeinsam mit Herrn Bundesrat Eduard Köck, Bürgermeister von Thaya, bei einer Informationsveranstaltung für Bürgermeister aus betroffenen Gemeinden des nördlichen Waldviertels in Grametten vertreten war.

Herr Bürgermeister Kößner teilte uns mit, dass er an Herrn Landesrat Schleritzko und Herrn Landespolizeidirektor Popp Briefe geschrieben hat, um mehr Polizeikontrollen an der L 67 zu bewirken. Dafür ein großes Dankeschön.

9. Feb. 2021: Bundesrat und Bürgermeister von Thaya, Herr Eduard Köck hat auf unser Anschreiben reagiert. Er kenne die Problematik sehr gut und sei auch selbst interessiert und engagiert die Situation zu verbessern. Er gibt aber auch zu nur sehr schwer voran zu kommen. Woran das liegt, darüber können wir nur spekulieren. Scheinbar gibt es „da oben“ Widerstände. (Der Brief zum Nachlesen)

14. Jan. 2021: Treffen mit Vertretern des Gemeinderates Dobersberg, der Bezirkshauptmannschaft und der Straßenmeisterei Dobersberg sowie einem Verkehrsgutachter an der L67. Das Gespräch war lange und oft von vorbeidonnernden Holztransportern unterbrochen, um dann zu einem Schluss zu kommen, der von vornherein feststand: Die Herren könnten rein gar nichts machen, sie könnten nicht einmal Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung veranlassen. Das Problem sei ein Politisches.

01. Jän. 2021: Brief an die Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, LR Ludwig Schleritzko, LR Eduard Köck, LR Franz Schnabl, LR Gottfried Waldhäusl, LR Silvia Moser.

18. Dez. 2020: Vorsprache beim Herrn Bürgermeister Kößner: Der Bürgermeister berichtet von einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss bezüglich des Transitverkehrs. Er macht wenig Hoffnung, dass sich in der Sache etwas bewegen könnte. Wenn Gemeindebürger/innen die Initiative ergreifen wollen, wurde die Unterstützung von seitens der Gemeinde zugesichert.

Bei einer Vorsprache bei Herrn Bürgermeister Kößner am 09.12.2020 wurde ein Brief mit der Bitte um Stellungnahme seitens der Gemeinde übergeben.

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